| Wie ist die Idee entstanden, in einer psychiatrischen Praxis Lebensberatungen anzubieten?
In den letzten Jahren wurde ich wiederholt von Patienten, denen ich eine ergänzende Psychotherapie empfohlen habe, gebeten, ich solle bei ihnen die Psychotherapie durchführen.
Gründe für diesen Wunsch waren unter anderem:
- dass sie zu mir bereits einen guten Kontakt aufgebaut hatten, und Schwierigkeiten hatten, einen Psychologen zu finden, von dem sie sich in gleicher Weise verstanden fühlten
- dass sie sagten, sie bräuchten vielleicht nur ganz wenige psychotherapeutiche Sitzungen
- dass sie die Wartezeit überbrücken wollten, bis sie bei einem Psychologen einen Therapieplatz erhielten (aktuelle Wartezeiten nach Information mehrerer Patienten ca. 6 Monate (Stand Dezember 2003)
- dass es ihnen nicht in erster Linie darum ging, Teile ihres Unterbewußtseins ins Bewußtsein zu holen, sondern dass sie jemanden bräuchten, der ihnen Perspektiven aufzeigt, welche Wahlmöglichkeiten auf dem weiteren Lebensweg zu erkennen sind
- dass sie jetzt psychotherapeutische Unterstüzung bräuchten und nicht erst in 6 Monaten
- dass sie gern frei darüber entscheiden wollten, wann und wie oft sie solche Gespräche führen wollen
Gemeinsam mit einzelnen Patienten habe ich das folgende Konzept ausgearbeitet:
Patienten, die über die kassenärztliche psychiatrische Versorgung hinaus eine oder mehrere Lebensberatungen durch mich in Anspruch nehmen wollen, schließen mit mir einen entsprechenden Vertrag ab. Damit die Lebensberatungen nicht durch Telefonate und ähnliches gestört werden, finden sie überwiegend außerhalb der regulären Sprechzeiten statt. Da sie außerhalb der Sprechzeiten stattfinden, sind Terminvergaben in der Regel auch sehr kurzfristig möglich.
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